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home » Bahnhof Goldau » GeschichteHochperron

Geschichte des Bahnhofs Goldau

 

1875


Am 3. Juni 1875 fand die Eröffnung der Arth-Rigi-Bahn statt. Die Strecke führte von Arth via Goldau nach Rigi Kulm.
Der Teil zwischen Arth und Oberarth wurde mit reiner Adhäsion befahren. Ab Oberarth fuhr die Bahn dann als Zahnradbahn. Der Arth-Rigi-Bahn Bahnhof Goldau bestand aus einer einfachen Haltestelle mit Aufnahmegebäude auf dem heutigen Parkplatz beim Pfarreizentrum Eichmatt.




1882


Die Gotthardbahn kommt nach Goldau. Somit wird Goldau zum Betriebsmittelpunkt der Arth-Rigi-Bahn. Die Abfahrtsstelle der Arth-Rigi-Bahn befindet sich vor dem Stationsgebäude der Gotthardbahn, vis à vis Hotel Hof oder ehemlas LUXRAM (heute Liegenschaft Kaufmann AG). Die gesamten Werkstätten und die Lokremise wurde von Oberarth nach Goldau gezügelt. Gleichzeitig wurde ein neuer Bürotrakt und eine Schiebebühne erstellt. Die gesamte Infrastruktur ist heute noch in Betrieb.




1897


Über dem Luzerner Ast der Gotthardbahn wird der Hochperron gebaut. Kostenpunkt für die neue Talstation betrug damals CHF 172'500.- Die Haltestelle der Talbahn nach Arth wird auf den Bahnhofplatz verlegt; heute Parkplatz auf nördlicher Seite der Bahnhofstrasse. Die Gotthardbahn AG erstellte auf diesen Zeitpunkt hin einen grosszügig gestalteten Keilbahnhof mit einem imposanten Aufnahmegebäude.




1899


Der Hochperron wird überdacht.




1907


Am 20. Mai wurde der elektrische Betrieb aufgenommen. Fahrdrahtspannung 750VDC. Die Zentrale in Goldau versorgte damals nicht nur die Arth-Rigi-Bahn, sondern auch die gesamte Gemeinde Arth mit elektrischer Energie .




1908

Die Ticketschalter im Stationsgebäude werden für grossen Personenandrang optimiert.




1913

Das Eisengerippe der Oberlichtfenster muss ersetzt werden. Das Material wurde durch den Rauch der Dampfloks fast komplett zerstört.




1921

Elektrifikation der SBB Linie Goldau - Immensee. Der Hochperron musste bereits ein erstes Mal um 41 cm angehoben werden. Die SBB und die Arth-Rigi-Bahn streiten danach noch bis vor Bundesgericht, wer die Baukosten von CHF 30'000.- bezahlen muss. Schlussendlich kam es zu einem Vergleich, bei welchem die Arth-Rigi-Bahn in der Station Wölfertschen (First) eine zweite Weiche bekam.




1922

Die Brüstung des Hochperrons wird verglast. Dazu leistet die SBB einen Beitrag von CHF 1'000.-




1925

Die Station wird inwendig komplett renoviert.




1926

Der Hochperron wird durch die SBB entrostet und neu gestrichen (Aussensanierung).




1928

Aufnahme des Winterbetriebes der ARB zwischen Goldau und Rigi Kulm.




1940

Das Stationsbüro wird abermals vergrössert und saniert.




1947

Erneute Renovation der gesamten Station. Das Perrondach und die WC-Anlagen werden ebenfalls renoviert.




1950

Es wird eine neue Schalteranlage eingebaut.




1959

Erneuter Ersatz der Schalteranlage. Die Station bekommt eine Stationsuhr. Die ARB Talbahn von Arth nach Goldau stellt ihren Betrieb ein und wird durch einen Autobusbetrieb ersetzt.




1961

Das Stationsgebäude wird aussen saniert. Dabei wird die Kapelle (Türmchen) auf dem Dach des Zugangsturmes abgebaut. Die gesamte Anlage bekommt eine neue Beleuchtung.




1971

Die WC-Anlagen im Treppenturm werden komplett erneuert.




1975

Die Station wird mit einer Lautsprecheranlage ausgerüstet.




1977

Auf der Depotseite wird eine Verladerampe erstellt.




1978

Im Sommer wird auf dem Hochperron ein Gleistrog eingelegt (Tropfschutz).




1985

Es erfolgt eine weitere Innenrenovation der Station. Gleichzeitig startet man die Planung neuer Bahnhofvarianten am heutigen Standort mit unzähligen Untervarianten.




1987

Beginn der Planung mit unterirdischem Bahnhof parallel zu den SBB-Gleisen, Strang Luzern, vis à vis ehemaliger LUXRAM AG.




1992

Fusion der Rigibahn-Gesellschaft (VRB) und der Arth-Rigi-Bahn zu der RIGI BAHNEN AG.




1993

Beginn der Planung für einen Zahnradbahnersatz der Arth-Rigi-Bahn.




1996

Beginn der Planung für einen neuen oberirdischen Bahnhof, parallel zu den SBB-Gleisen im Gebiet Freiverlad der SBB.




2004

Die Baubewilligung für den oberirdischen Rigi Bahnen Bahnhof Goldau im Gebiet Freiverlad der SBB wird erteilt. Kurz darauf Abbruch der Übung, weil auf Wunsch der SBB und des Regierungsrates des Kantons Schwyz das Baurecht wieder aufgelöst wird. Grund: Freihaltung des NEAT-Korridors (4. Perronkante NEAT).




2005

Über der untersten Trägerebene wird dem Hochperron eine Schürze eingezogen, so dass keine Schmutzpartikel auf die SBB-Trassen fallen können und später (für den Abbruch oder eine Sanierung) der Abbau des Bodenbereiches vorgenommen werden kann, ohne dass versehentlich Materialien auf die SBB-Anlagen fallen können.




2006

Planung von Varianten auf dem Grundstück der ehemaligen LUXRAM AG (heute A. Kaufmann AG) und auf den bestehenden Grundstück GB 970 der RIGI BAHNEN AG (Gebiet Hochperron).
Im selben Jahr wird der legendäre Hochperron (erbaut 1897) unter Schutz gestellt. Er gilt fortan als Industrie-Denkmal von nationaler Bedeutung. KIGBO-Nr.: 02.076
Der Hochperron gilt als Brücken-Trouvaille mit technischen Wurzeln in der Eiffelturmepoche (Eiffelturm erbaut 1887-89).




2010


Die Baubewilligung für die Sanierung und den Neubau der Brücke über die Rigistrasse trifft ein. Mit den Bauarbeiten wird noch Ende September begonnen.
Eine Ära geht zu Ende. Am Sonntag 10. Oktober 2010 um 19 Uhr fährt, nach einem intensiven Betriebstag, der letzte Zug aus dem Hochperron aus. Die Gleise werden nach über 41'400 Betriebstagen oder 113 Jahren abgebaut. Der Hochperron bleibt erhalten, dient jedoch fortan nur noch dem Publikumsverkehr.




2011

Geplanter Ausbau und Sanierung des Hochperrons im Rahmen des Bahnhofneubaus. Der Hochperron soll 70 cm angehoben werden.




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