Niklaus Riggenbach
Am 21. Mai 1817 im elsässischen Gebweiler geboren, kam Niklaus Riggenbach nach der Primarschule nach Basel - dem Heimatort seines Vaters -, besuchte kurz das Gymnasium, absolvierte eine Lehrzeit als Mechaniker, arbeitete hernach in Lyon und Paris. 1840 nahm er seine Tätigkeit als Mechaniker bei der Maschinenfabrik Kessler in Karlsruhe auf; dort entstanden auch vier Lokomotiven für die 1847 eröffnete "Spanisch-Brötli-Bahn". 1853 trat Riggenbach den Posten eines Leiters der Werkstätte der neugegründeten Schweizerischen Centralbahn in Olten an, wo er die sogenannte Leiterzahnstange entwickelte. Zahnradantriebe wurden schon früher in England wie in den USA ausprobiert; dort - auf den Mount Washington in New Hampshire - entstand nach den Vorschlägen des Amerikaners Sylvester Marsh 1866 bis 1869 die erste Zahnradbahn der Welt, die heute noch in Betrieb steht. Marsh und Riggenbach, der 1865/66 die USA besuchte, haben gleichzeitig und unabhängig voneinander ein ähnliches Zahnradsystem entwickelt. Riggenbach verliess 1873 die Schweizerische Centralbahn und konstruierte weiterhin Lokomotiven; er starb am 25. Juli 1899 in Olten.