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Rückblick auf 5 Jahre Rigi Musiktage 2018

Das Motto ist Programm: Auf bis zu 1800 Meter wird bei den Rigi Musiktagen Kammermusik auf höchstem Niveau zelebriert. 

«Höhenflüge mit Temperament und Präzision» (aus der Luzerner Zeitung 16. Juli 2018)

5 Jahre RIGI MUSIKTAGE

«... Kammermusik auf der Höhe..» - das waren auch im ersten Jubiläumsjahr musikalischer Genuss auf der Rigi, der «Königin der Berge».

Wir bedanken uns bei allen, die zu den 5. Rigi Musiktagen auf die Rigi gekommen sind und wir danken allen herzlich, die mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, dass die Rigi Musiktage erklingen konnten. Wenn Sie die Rigi Musiktage mitunterstützen möchten, beachten Sie nach dem Rückblick 2018 unsere blumigen Gönnervarianten.

Es folgen ein paar Auszüge aus der Zentralschweiz am Sonntag (von Roman Kühne - RK) und der Luzerner Zeitung (von Gerda Neunhoeffer - GN):

Eröffnungskonzert 13. Juli 2018

(von RK) «... Es ist ein vergnüglicher Sommerabend. So muss es gewesen sein, wenn die Herrschaften sich vor 200 Jahren hoch oben auf dem Gipfel zur musikalischen Geistesstunde trafen. Das Eröffnungskonzert der Rigi Musiktage am Samstagabend im Hotel Rigi Kulm bringt ein wenig diese alte Zeit zurück. Erhabene Weite, ein festlicher Saal und Musik, die niveauvoll unterhält...

Und wie es sich für einen richtigen Gipfel gehört, ragt ein Werk musikalisch heraus, Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur. Schumann hat das Stück in einem Gefühlssturm komponiert, geboren aus fünf Tagen dichtester Inspiration. Entsprechend klingt es. Kirill Troussov an der ersten Violine, das Orion String Trio und Ivo Haag am Piano entwerfen ein emotionales Fraktal von grosser Dichte. Ihre Lesart dieser Musiker ist tief emotional, aus der Romantik geboren. Die Einleitung zum zweiten Satz zeichnen sie als zögerliches Tasten. Lange hallen die Klänge in die schweren Pausen. Schnell schaukelt sich Musik auf. Es wogt zwischen Leidenschaft und nachdenklicher Melancholie. Das Scherzo ist mitreissend und leidenschaftlich. Der finale Satz explodiert förmlich, eine drehende Kugel im rauschen Wassertosen. ...

Der andere «Gipfel» des Abends verdankt sich ebenfalls dem ausgezeichneten Orion String Trio. Die Violinistin Soyoung Yoon (Südkorea), der Bratschist Veit Hertenstein (Deutschland) und der Cellist Benjamin Gregor-Smith (Grossbritannien) haben die Formation 2012 in Basel gegründet. Sie gestalten die Serenade (op. 8) von Ludwig van Beethoven ebenfalls sehr romantisch. Mit lebendiger, kompakter Phrasierung und Akzentsetzung, weiten Bögen und viel Esprit zeichnen sie eine packende Seelenlandschaft.»

Matinee und Frühabendkonzert am Samstag, 14. Juli

(von GN) «Zwei Konzerte brachten vielfältige Kammermusik auf den Berg. «Vom Luzernersee» von Hans Huber bis zum jazzigen Intermezzo von Zoltan Kodaly reichte die Bandbreite. ...

Dass man sowohl im festlichen Saal des Hotels Rigi Kulm erlesene Kammermusik hören kann, aber auch in der Felsenkapelle und der Bergkirche Rigi Kaltbad, macht den besonderen Reiz dieser Musiktage unter der künstlerischen Leitung von Diemut Poppen und der Intendanz von Roland Meier aus. ...

Dass die zehn Ländler von Hans Huber (1852-1921) «Vom Luzernersee» den glitzernden See mit auf den Berg brachten, passt gut. Das ungarisch-schweizerische Klavier-Duo Soós-Haag gestaltet diese kleinen Szenen mit Charme und Esprit, mal ruhig besinnlich, mal feurig zupackend. Und die Zuhörer im voll besetzten Saal erleben so den See für einmal musikalisch ausgemalt. ...

Die berühmten «Zigeunerweisen» für Violine und Klavier von Pablo Sarasate finden in Maria-Elisabeth Lott eine Interpretin, die sich mit blitzsauberer Intonation durch alle Schwierigkeiten dieser Weisen spielt, und dies voller musikalischer Ausdruckskraft. Von Ivo Haag aufmerksam begleitet, verzaubert Lott die Zuhörer mit ihrem selbst im Flageolett warmen Ton. ...

Im Allegro B-Dur D 471 von Schubert verzaubern Soyoung Yoon (Violine), Veit Hertenstein (Viola) und Benjamin Gregor-Smith die Besucher in der schlichten Kapelle mit ihrem perfekt aufeinander abgestimmten Spiel. Mit sichtbarer Freude lassen sie ihre differenzierten Klänge ineinanderfliessen und gaben jeder Nuance Ausdruck. 

Adagio und Fuge F-Dur Nr. 3, in der Mozart die Fuge streng nach einer Fuge aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach komponierte, und das Trio G-Dur op. 53 Nr. 1 von Haydn spielen sie ausgefeilt und voll überraschender Klangfarben. In Beethovens Trio G-Dur op. 9 Nr. 1 entfalten sie ihre enormen spielerischen und musikalischen Fähigkeiten zu wahren Höhenflügen, die hervorragend auf den Berg passen. 

Fantastische Kontraste, orchestrale Fülle und lustvolles Auswendigmusizieren des Orion String Trios machen Beethovens Streich-Trio G-Dur op. 9 Nr. 1 zum krönenden Abschluss. ...»