Mutterkuhhaltung & Rinder

Xund & buschper

Für unsere Kälber ist das Aufwachsen auf den Alpweiden besonders «xsund» (gesund) und macht sie «puschper» (fit). Dabei werden sie artgerecht von ihren Müttern begleitet. Wollen Sie wissen, was die Muttertierhaltung ist und warum wir Menschen Abstand halten sollten?

  • Guet Tag.

    Ich bin’s, die Margrit.

    Schön, darf ich Dich auf dem Alperlebnisweg Rigi begrüssen, der dich sicher auch «gsund & puschper» macht.

    (Kuhglocken und Muhen im Hintergrund)

    Siehst Du, dort? Das ist unsere Kuh Luna. Und hinter ihrem Rücken versteckt sich ihr Kälbchen. Es ist gerade erst geboren und trägt noch keinen Namen. Die Luna ist grundsätzlich friedfertig. Derzeit ist sie aber eine Mutterkuh, die ihren Nachwuchs energisch beschützt und verteidigt.

    (Hundegebell im Hintergrund)

    Ui, höre ich da einen Hund? Ich hoffe, sein Herrchen hat ihn an der Leine. – Ah, ja. Jetzt erkenne ich’s. Vierbeiner an der Leine. Alles gut.

    Es ist nämlich so: Eine Mutterkuh hat einen starken Beschützerinnen-Instinkt. Sie schreckt nicht davor zurück, sich vor ihr Kalb zu stellen, es zu verteidigen und im Bedrohungsfall anzugreifen.

    Das bedeutet: einer Mutterkuh mit ihrem Kalb darf man nie zu nahekommen! Also mindestens 20 Meter Abstand halten, den Tieren nie den Rücken zukehren und – wie erwähnt – Hunde an die Leine nehmen.

    Seit ewigen Zeiten leben wir Älpler nun schon mit Kühen zusammen und pflegen sie. Wir kennen jedes einzelne Tier beim Namen und hängen an ihm. Habe ich’ schon erzählt? – Erst kürzlich hat mein Enkel Reto unser frischgeborenes Kälbchen Belinda getauft. 

    Wir Älpler tun alles, damit sich die Kühe bei uns wohlfühlen. Die Tiere verbringen ihre Tage auf den Rigi-Alpen unter freiem Himmel und fressen gesundes Gras frisch von der Weide. Und zu dieser artgerechten Verhaltensweise gehört eben auch die Mutterkuhhaltung. Nach der Geburt bleibt das Kälbchen bei der Mutter und saugt die ersten 7 bis 8 Monate ihre Milch.

    Aber es schleckt keine Geiss weg: Kälber, Rinder und Kühe sind auch Nutztiere. Sie versorgen uns Menschen mit Milch und Fleisch. Mit unserer natürlichen Tierhaltung stellen wir Älpler eine hohe Lebensqualität der Kühe und dadurch auch eine hohe Milch- und Fleischqualität sicher. Wie heisst es so schön: Klasse statt Masse.

    Du merkst, mir liegt Qualität sehr am Herzen. Und Qualität macht glücklich. Darum sieht die Luna mit ihrem Kälbchen dort drüben auch so zufrieden aus. Damit das so bleibt, halten wir lieber Abstand. Mindestens 20 Meter. Sicher ist sicher.

    (Muhen und Glocken im Hintergrund)

    Ich danke Dir fürs Zuhören. 

    An der nächsten Station vom Alperlebnisweg Rigi erzähle ich Dir mehr über das Leben auf den Rigi-Alpen.

    Bis bald. Hebs guet.