Teilprojekt Charta

Erneuerbare Energien

Als Beitrag zum Charta-Ziel «Energieautarke Rigi» soll das Programm eneRIGI die Umsetzung von Energieeffizienzmassnahmen und erneuerbaren Energien unterstützen.

Erneuerbare Energien

Das Programm baut auf dem Projekt «Holzbau und erneuerbare Energien» in Rigi Kaltbad auf, welches 2017 als Zusammenarbeit der Gemeinde Weggis, der Hochschule Luzern und verschiedenen Projektpartnern abgeschlossen wurde. EneRIGI will unter breitem Einbezug von Interessensgruppen, Gemeinden und Kantonen, Markt-Akteuren, Fachstellen und Experten konkrete, umsetzbare Energie-Massnahmen auf der Rigi aufzeigen. Der Ausschuss der Charta Rigi 2030 begrüsst die Initiative zur Gründung einer Energie Genossenschaft auf der Rigi. Untenstehend weitere Informationen dazu: 

GRÜNDUNG DER GENOSSENSCHAFT ENERGIE RIGI

Die neue Energiegesetzgebung hat Folgen für die künftige Energieversorgung auf der Rigi. Mit der Gründung einer Energiegenossenschaft auf Rigi Kaltbad wird für die Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnbauten eine Anlaufstelle geschaffen, die eine Strategie über  die Machbarkeit von alternativen Versorgungsmodellen mit dem Ziel einer klimaneutralen Energieversorgung erarbeitet.

Ende April hat im Kräuterhotel Edelweiss auf Rigi Staffelhöhe eine denkwürdige Versammlung stattgefunden. Die Gründung der Genossenschaft Energie Rigi wurde von zehn Interessierten vollzogen. Die Sonneninsel Rigi ist schon lange prädestiniert für die Nutzung von alternativen, nicht fossilen Energien. Vor drei Monaten wurde die Initiative zur Gründung einer Genossenschaft mit dem Zweck einer nachhaltigen und effizienten Energieförderung in gemeinsamer Selbsthilfe gestartet. Im Moment wird die Energieversorgung im Bergdorf Rigi Kaltbad durch Öl, Holz und Strom gewährleistet. Die Vision der Genossenschaft besteht darin, Rigi Kaltbad längerfristig mittels alternativen Energiesystemen zu versorgen und nicht benötigte Energie über das bestehende oder neu zu schaffende Stromnetz zentral einzuspeisen. Der grösste Energiebedarf liegt im Zentrumsbereich mit Hotels, Mineralbad, Eigentumswohnungen «Résidence» und Rigi Bahnen. Von Interesse sind aber auch die zahlreichen Privatchalets und Mehrfamilienhäuser, die im Moment noch vorwiegend mit Öl beheizt werden. Das Heizöl wird dabei aufwändig per Rigi Bahn auf den Berg transportiert mit anschliessender Feinverteilung ab Werkhof Rigi Kaltbad. Laut Energiegesetz dürfen Ölheizungen und herkömmliche Elektroheizungen bereits in einigen Jahren nicht mehr real ersetzt werden. Umweltfreundliche Alternativen drängen sich auf.

Gemeinde und Korporation Weggis begrüssen die Initiative im Rigidorf und sind auch im Vorstand der Genossenschaft vertreten. Auch der Draht zu den kantonalen Stellen ist gewährleistet.

Der neu gewählte Vorstand mit Eduardo Gassmann (Präsident), Gregor Vörös, Baptist Lottenbach, Thomas Lottenbach, Sepp Habermacher und Thierry Geiger wird in Kürze erste Ideen mit interessierten Partnern weiterentwickeln. Dafür stehen bereits diverse Projektstudien der Hochschule Luzern und der Firma Be Netz AG Luzern zur Verfügung. Diese Firma wird für eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Mittels Potenzial- und Verbrauchsabschätzung sowie Energieanalyse können zukünftige Modelle aufgezeigt und interessierte Grundeigentümer für die Zeichnung von Genossenschaftsanteilsscheinen gewonnen werden.

Kontakt für weitere Informationen: 

Blumenwiese auf der Rigi

Martin Gehrig

IG Rigi Kaltbad-First

Leiterin Produkt Management, Geschäftsführerin RigiPlus AG

Jeanine Züst

Geschäftsleiterin RigiPlus AG